Persönlichkeitsmodelle: Auf dem Weg zum ICH !

Ein Persönlichkeitsmodell - Was ist das überhaupt und wofür ist es nützlich?

In der Entwicklung eines Menschen kann ein individuell erstelltes Modell seiner Persönlichkeit eine enorme Bereicherung darstellen. Die Art und Weise, die charakteristischen Merkmale eines Menschen bezüglich seines Denkens, Handelns und Fühlens zu kennzeichnen, wird als Modell einer Persönlichkeit bezeichnet. Es dient, richtig eingesetzt, dazu, dass eigene Denken durch die Reflexion anderer zu „überdenken“, die eigenen Fähigkeiten zu erkennen, ungeahnte Ressourcen zu nutzen und neue Kompetenzen zu entwickeln. Nicht zuletzt entsteht durch ein Feedback der Umwelt ein Gefühl der Selbstakzeptanz, die gerade in unserer schnelllebigen Zeit, die nach Perfektionismus strebt, besonders wichtig ist.

Keine Erfindung der Neuzeit

Die Theorie wurde bereits in der Antike angewendet. Als berühmtester Vertreter sei hier Hippokrates von Kos (ca. 300 v. Chr.) erwähnt, der bekannte Arzt der Antike, der mit seiner Temperamentenlehre den Grundstein für die moderne Art, die Persönlichkeit eines Menschen zu analysieren, legte.
In der altertümlichen Temperamentenlehre gab es ausschließlich die grobe Einteilung von vier unterschiedlichen Typen, basierend auf die vier im menschlichen Körper vorkommenden Säfte: Blut, Schleim, schwarzer und gelber Gallensaft. Je nachdem, welcher Saft im Körper überwog, wurde der Mensch dem entsprechenden „Typ Mensch“ zugeordnet.
Das sah in etwa wie folgt aus: War Blut die vorherrschende Flüssigkeit im Körper, zählte der Mensch zum sanguinischen Temperament. War es Schleim, ordnete man ihm dem phlegmatischen Temperament zu. Enthielt sein Körper überwiegend den schwarzen Gallensaft, galt er als melancholisches Temperament. Und war der gelbe Gallensaft die vorherrschende Flüssigkeit, schrieb man ihm das cholerische Temperament zu.

Die moderne Art

Diese Einteilung ist verfeinert worden und es entstanden in der Neuzeit eine Reihe interessanter Methoden, den Mensch und seine Beweggründe, sich für etwas oder dagegen zu entscheiden, kennenzulernen. Auch geht es nicht darum, einen Menschen in eine bestimmte Schublade zu stecken, sondern darum, seine ganz persönlichen Fähigkeiten differenziert herauszuarbeiten. Grundsätzlich wird zwischen zwei Testarten unterschieden: dem sogenannten objektiven und dem projektiven Test. Beim objektiven Test werden der Person in der Regel eine Reihe von Fragen vorgelegt, bei der er vorgegebene Antworten ankreuzt bzw. das meist zutreffende markiert. Beim projektiven Test werden der Person verschiedene Muster, Bilder oder Zeichnungen vorgelegt, die eine Vielzahl von Deutungsmöglichkeiten zulassen. Die ganz persönlichen Antworten ergeben, nach einer analysierten Auswertung, einen Bezug zur ganz individuellen Art des betreffenden Menschen, zu denken und zu fühlen. Dieses Feedback und die daraus resultierende Reflexion auf die Person gibt dann wiederum Rückschlüsse darauf, welche Ressourcen im betreffenden Menschen schlummern und bisher unentdeckt blieben.

Der erfolgreiche Einsatz von Persönlichkeitsmodellen

Ein Beispiel: Sie sind Vertriebler/in und können ihre Kunden mit allen möglichen Informationen über sämtliche Produkte, die sie ihm anbieten können, bombardieren. Aber was nützt Ihnen das, wenn es Ihnen an den Kompetenzen fehlt, die nötig sind, um dem Kunden das Gefühl geben können, dass er sich bei Ihnen auch „sehr gut“  fühlt?

Mit der Hilfe eines individuell auf Sie geschneiderten Persönlichkeitsmodells können Sie Ihre Stärken erkennen und einen ganz eigenen Weg in die Richtung zur inneren Selbstakzeptanz finden. Indem Sie sich selbst kennenlernen, lernen Sie sich zu lieben, wie Sie sind: Eben nicht perfekt, sondern so wie es jeder Mensch ist, mit eigenen Stärken und Schwächen. 


Fazit: Eine einzige Voraussetzung für das Gelingen müssen Sie mitbringen: den Willen zur Veränderung.