Selbstorganisation und das richtige Zeitmanagement sind heute wichtiger den je für die Gesundheit

Jeder weiß, dass Stress und Gesundheit eng miteinander verknüpft sind. Dabei kommt es auf die Umstände und die eigene Persönlichkeit an. Zahlreiche Stressmomente sind hausgemacht: Was der eine wegsteckt, ist für den anderen fast unüberwindlich. Daher sind Pauschalratschläge nicht immer hilfreich. Doch ein paar Tipps zur Selbstorganisation lassen sich für Arbeitsplatz und Privatleben umsetzen - ein erster wichtiger Schritt.

Sich kennenlernen

Reines Zeitmanagement ist heute out. Eine üppige Liste mit Terminen zur sturen Abarbeitung geht irgendwann zulasten der Gesundheit. Seminare setzen daher auf erweitertes Coaching: Neben Organisationsfragen wird leere Zeit mit Dingen gefüllt, die uns gut tun. Der eine vertieft sich in Bücher, der andere überlässt sich dem warmen Badewannenwasser, der Dritte marschiert stramm durch die Natur. Sie zur Selbstfindung zu nutzen, ist ein wichtiger Schritt.

Wirksame Planungstechniken beinhalten weitreichende Überlegungen zur eigenen Person: Wie sehen meine geheimsten Wünsche aus? Wo liegen meine Lebensziele? Welche Voraussetzungen bringe ich mit? Was muss ich dafür noch lernen oder unternehmen? Wer könnte mir helfen? Letzteres können Familie und Freunde, aber auch ein professioneller Coach sein. Manches Burn-out, manche körperlichen Beschwerden können damit eventuell vermieden werden. Setzt der eine neue Arbeitsweisen um und spricht mehr mit Partnern und Kindern, wechselt der andere den Job, lässt sich scheiden oder startet ein völlig neues Leben in entgegengesetzter Richtung.

Ziele festlegen

Der eigene Arbeitsstil kann verändert werden. Allerdings nur, wenn das "Dahinter" stimmt. Wer nur äußerlich Neues umsetzt, das ihm aber weder entspricht noch verständlich ist, wird scheitern. Arbeits- und Psychohygiene gehen immer Hand in Hand.

Prioritäten setzen im Arbeitsalltag und Privatleben ist wichtig für ein erfülltes Leben. Störungen und Unterbrechungen gehören zu den größten Stressfaktoren. Das kann der Anruf zu Hause ebenso sein wie der Ruf des Chefs - wann immer wir konzentriert an etwas arbeiten, sollten wir daher möglichst für Ruhe sorgen.

Was uns am wichtigsten ist, können wir beispielsweise mithilfe von Ratgebern erarbeiten. Mancher stellt erstaunt fest, dass er keinerlei Lebensplanung, kein langfristiges Ziel hat. Was möchte ich tun, wenn die Kinder erwachsen sind? Wie soll mein Leben in fünf Jahren aussehen? Welche Vision habe ich von meiner beruflichen Zukunft? Wie sehen die Firmenziele aus?

Fazit: Wenn man weiß, wer man ist und wohin man will, gibt es kurz-, mittel- und langfristige Ziele für Beruf und Persönlichkeitsentwicklung, die sich bis auf den aktuellen Tag und die Stunde herunterbrechen lassen. An diesen Grundsatzfragen sollte jeder zuerst arbeiten. Dann ergibt sich das richtige Zeitmanagement fast von allein.