Frauen mit (zukünftiger) Führungsaufgabe und Verantwortung

Ich verfolge die Debatte um eine „Frauenquote in Deutschland bzw. Europa“ als Frau mit besonderem Blick. Denn was haben wir, was die Männer nicht haben? Weshalb gerade jetzt? Werden wir dem Anspruch an uns gerecht?                                              

Ganz klar:  Wir Frauen sind anders, führen anders, fühlen anders und dieses „Andere“ wird in der heutigen Welt benötigt. Vieles hat sich verändert und dieser Wandel hält intensiv an. Er erstreckt sich vom sichtbaren Fachkräftemangel, über das veränderte Kaufverhalten von Kunden bis hin zum Wertewandel unserer Gesellschaft. Wir haben ganz neue Fragen zu beantworten, um wirtschaftliches Wachstum zu generieren und zu erhalten.

Wie können wir in Zukunft neue Mitarbeiter finden und diese vor allem an unsere Firmen langfristig mit hoher Zufriedenheit binden? Was braucht es, um zufriedene, effiziente Mitarbeiter unter Vertrag zu haben? Kann sich die neue Fachkräfte-Generation nach Mitarbeiter-Zufriedenheit einen Arbeitgeber aussuchen?

Weshalb kaufen Kunden nicht mehr gleich im ersten Verkaufsgespräch? Aus welchem Grund sind die Kunden „übervorsichtig“? Wieso werden Kunden immer unzuverlässiger und halten Absprachen nicht ein?

Wofür sind wir immer erreichbar und lassen uns hetzen? Wie können wir mit der Informationsflut im besten und guten Sinne umgehen? Weshalb schauen bei einem Geschäftsessen beim Tellerabtragen vier von sechs Personen auf ihr Handy und „checken“ Mails? Was macht uns neugierig und umtriebig, wenn unser Blackberry rot blinkt? Weshalb kommunizieren wir lieber über Mail, Chat, Facebook, SMS und können keine Face to Face-Gespräche ohne besonderen Mut führen? 

Mir fallen noch ein Vielzahl von Fragen ein, die Männer anders beantworten als wir Frauen. Nach all den Krisen, all den Missständen in den patriarchisch geführten und nun vor der Insolvenz stehenden Firmen, wird es Zeit, dass wir Frauen mit unseren Fähigkeiten, Stärken, Kompetenzen und Präsenzen unsere Ideen unter Beweis stellen.

Ob dafür eine staatlich verordnete „Frauen-Quote“ aus Berlin oder sogar Brüssel notwendig ist, darüber lässt sich tatsächlich streiten. Zahlreiche Männer behaupten, dass in vielen Branchen Frauen nicht akzeptiert werden und es somit bei einer Quotenerfüllung sehr sehr schwer haben werden. Aus meiner Sicht wird es Zeit, dass wir uns alle darauf einlassen. Eines ist klar, in diesen neuen veränderten Zeiten braucht es andere Herangehensweisen, die so manchem Manager vielleicht jetzt schon kognitiv klar erscheint, aber fühlt er das auch und setzt er dann auch anders um? Das geht mit hoher Wahrscheinlichkeit schief. Denn unsere eingefahrenen Autobahnen/ Denkbahnen in unserem Hirn sind sogar biologisch geschützt. Einen anderen und neuen Weg zu gehen ist schon aus neurobiologischer Sicht sehr schwer. Mit diesem Blick auf die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote in den Führungsebenen von Unternehmen, unterstützt diese den genialen Ansatz der Führungsstilbereicherung, Zufriedenheitssteigerung, sogar die Umsatzsteigerung und einen schnelleren Veränderungsprozess bei allen Beteiligten. 

Nichts desto trotz wird es für uns eine sehr große Herausforderung werden, denn als „Quotenfrauen“ werden wir besonders unter Beobachtung stehen. Es gilt mit Herz, Verstand und gutem Geist zu agieren, zu kommunizieren und zu lernen. Um sich all dieser Fähigkeiten bewusst zu werden, die eigenen Stärken zu stärken sowie von den Herren Führungskräften zu lernen, zu modellieren und neu zu entwerfen, können wir Ihnen vom I-VP eine hervorragende Seminarreihe empfehlen: „Frauen mit Führungsaufgabe und zukünftiger Verantwortung“.

Denn führen wir nicht alle im Herzen mit Kraft?

Anlässlich des internationalen Frauentages 2018 "Frauen mit Führungsaufgabe und Verantwortung"

Herzliche Grüße 

Daniela Geraets